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Menükarten drucken in der Schweiz: Kosten und Hygiene

17. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

Wer neue Menükarten bestellen will, vergleicht meist Anbieter, Papier und Einbände. Eine schöne, massangefertigte Karte mit Prägung sieht auf dem Tisch hochwertig aus, und ein seriöser Anbieter in der Schweiz liefert sie in guter Qualität. Die Frage, die dabei selten gestellt wird, lautet nicht "Welche Karte?", sondern: Was kostet sie über zwei, drei Jahre, und was passiert mit ihr zwischen zwei Gästen?

Dieser Artikel rechnet die Kosten einer gedruckten Menükarte ehrlich durch, inklusive der Posten, die in keiner Offerte stehen. Und er spricht ein Thema an, über das in der Gastronomie ungern geredet wird: die Hygiene einer Karte, die täglich durch Dutzende Hände geht.

Was eine gedruckte Menükarte wirklich kostet

Die Offerte eines Druckers zeigt den Preis der ersten Auflage. Die tatsächlichen Kosten entstehen aber erst im Betrieb, weil sich eine Speisekarte ständig verändert: Preise steigen, ein Lieferant fällt aus, die Saison wechselt, ein Gericht verkauft sich nicht.

Das folgende Rechenbeispiel geht von einem Restaurant mit rund 60 Plätzen und 30 Speisekarten aus. Die Beträge sind Richtwerte, keine Preisliste. Je nach Anbieter, Material und Auflage liegen Sie darüber oder darunter. Holen Sie für Ihren Betrieb immer mehrere Offerten ein.

Einmalige Kosten

  • Gestaltung und Satz: Eine Grafikerin oder ein Grafiker entwirft Layout, Typografie und Kategorien. Rechnen Sie mit CHF 400 bis 1'500, je nach Umfang und ob ein Logo oder Corporate Design bereits vorhanden ist.
  • Mappen oder Einbände: Massangefertigte Mappen aus Leder, Kunstleder, Holz oder Leinen mit Prägung kosten typischerweise CHF 25 bis 80 pro Stück. Bei 30 Karten sind das CHF 750 bis 2'400.

Laufende Kosten

  • Einlagen drucken: Die bedruckten Innenseiten sind der günstigste Teil, etwa CHF 3 bis 8 pro Kartensatz. Bei 30 Karten also CHF 90 bis 240 pro Auflage.
  • Nachdrucke: Die meisten Betriebe passen ihre Karte drei- bis viermal im Jahr an, durch Preisanpassungen, Saisongerichte oder schlicht einen Tippfehler. Jede Anpassung bedeutet neuen Satz (oft CHF 80 bis 200) plus neuen Druck.
  • Ersatz: Karten bekommen Flecken, Ecken knicken ein, Einlagen reissen. Ein Teil der Mappen und Einlagen muss jedes Jahr ersetzt werden.
  • Zeit: Jemand muss die Änderungen sammeln, mit der Grafik abstimmen, Korrektur lesen, die Einlagen austauschen und die alten entsorgen. Diese Stunden stehen auf keiner Rechnung, fehlen aber im Service.

Das Rechenbeispiel zusammengefasst

Im ersten Jahr kommen mit Gestaltung, Mappen und drei bis vier Nachdrucken schnell CHF 1'500 bis 5'000 zusammen. In den Folgejahren bleiben die Nachdrucke, der Ersatz und die Arbeitszeit, also mehrere hundert bis rund 2'000 Franken pro Jahr. Die Getränkekarte, die Weinkarte und ein Tagesmenü sind darin noch nicht enthalten.

Die teuerste Folge steht nicht in der Rechnung

Wenn jeder Nachdruck Geld und Aufwand kostet, passiert in vielen Betrieben das Naheliegende: Es wird nicht nachgedruckt. Stattdessen landet ein Kleber über dem alten Preis, ein Gericht wird mit Kugelschreiber durchgestrichen, oder der Service sagt bei jeder Bestellung "das haben wir leider nicht mehr".

Für den Gast wirkt das nicht sparsam, sondern nachlässig. Eine Karte mit überklebten Preisen signalisiert, dass es in diesem Betrieb mit den Details nicht so genau genommen wird. Und eine Karte, auf der ein anderer Preis steht als auf der Rechnung, führt an der Kasse zu einer Diskussion, die niemand führen möchte.

Die gedruckte Karte zwingt Sie also zu einer Wahl zwischen zwei schlechten Optionen: regelmässig bezahlen oder mit einer veralteten Karte leben.

Wann wurde diese Karte zuletzt gereinigt?

Stellen Sie sich einen gewöhnlichen Mittag vor. Der Gast am Tisch drei hat gerade geniest und sich danach die Hände an der Serviette abgewischt, vielleicht auch nicht. Er blättert durch die Karte, legt sie neben seinen Teller, auf dem noch Sauce ist, und gibt sie zurück. Der Tisch wird abgeräumt und abgewischt. Die Karte kommt zurück auf den Stapel. Zwanzig Minuten später liegt sie vor dem nächsten Gast, der sie in die Hand nimmt, bevor er sein Brot isst.

Das ist keine Übertreibung, das ist der normale Ablauf in fast jedem Restaurant. Eine Speisekarte ist einer der wenigen Gegenstände, die jeder einzelne Gast berührt, und gleichzeitig einer der wenigen, die nach dem Gast nicht gereinigt werden. Teller gehen in die Spülmaschine, Besteck wird gewechselt, der Tisch wird abgewischt. Die Karte nicht.

Dabei gibt es einen Unterschied je nach Material:

  • Papier und Karton lassen sich gar nicht reinigen. Was einmal darauf ist, bleibt, bis die Karte ersetzt wird.
  • Leder, Stoff und Leinen sehen hochwertig aus, nehmen aber Fett und Feuchtigkeit auf und vertragen kein Desinfektionsmittel.
  • Laminierte Karten könnten nach jedem Gast abgewischt werden. In der Praxis passiert das in der Mittagsspitze kaum, weil niemand Zeit dafür hat.

Ihre Gäste denken darüber nicht immer nach. Aber seit 2020 denken deutlich mehr von ihnen darüber nach als vorher, und wer eine klebrige Ecke an der Karte spürt, vergisst das nicht bis zum Dessert.

Warum der QR-Code dieses Problem umgeht

Bei einer QR-Code Speisekarte scannt der Gast den Code auf dem Tisch und liest die Karte auf seinem eigenen Telefon. Sein Telefon ist nicht steril, das wäre eine falsche Behauptung. Aber es ist seins. Er weiss, wo es war und wer es angefasst hat. Die Karte, die vor ihm zwanzig andere Gäste in der Hand hatten, fällt schlicht weg.

Der Tischaufsteller mit dem QR-Code muss nicht in die Hand genommen werden, das Scannen funktioniert aus einigen Zentimetern Abstand. Wählen Sie trotzdem ein abwischbares Material, dann gehört der Aufsteller einfach zur normalen Tischreinigung.

Die Kosten einer digitalen Karte im Vergleich

Mit einer digitalen Speisekarte verschiebt sich die Rechnung grundlegend, weil die teuersten Posten wegfallen:

  • Keine Nachdrucke: Ein neuer Preis ist in einer Minute geändert und sofort auf allen Tischen aktuell.
  • Kein Ersatz von Karten: Es gibt nichts, das Flecken bekommt oder einreisst. Einmalig fallen nur die QR-Tischaufsteller an.
  • Tagesmenü ohne Kreidetafel: Das Mittagsmenü wird digital eingetragen, auf Wunsch mit Gültigkeitsdatum, und ist ohne Tafel und ohne Zettel sofort auf allen Tischen sichtbar.
  • Mehrere Sprachen ohne mehrere Karten: Derselbe QR-Code zeigt die Karte in der Sprache, die der Gast wählt.
  • Ausverkauft statt durchgestrichen: Ist ein Gericht aus, markieren Sie es als ausverkauft, statt es mit Kugelschreiber zu streichen.

Bei online-menu.ch ist die digitale Karte bis 3000 Menüaufrufe pro Monat kostenlos, ohne Testphase und ohne Kreditkarte. Die meisten kleinen und mittleren Betriebe bleiben unter dieser Grenze.

Massanfertigung und digitale Karte schliessen sich nicht aus

Eine hochwertige, massangefertigte Karte hat ihren Platz. In der gehobenen Gastronomie gehört sie zum Erlebnis, und für eine Weinkarte, die sich selten ändert, kann sie die richtige Wahl sein. Die Frage ist nicht "gedruckt oder digital", sondern: Welcher Teil Ihrer Karte ändert sich oft, und welcher nicht?

Viele Betriebe fahren mit einer Mischung am besten:

  • Digital, was sich oft ändert: Speisekarte, Tagesmenü, Saisongerichte, Preise.
  • Gedruckt, was stabil ist und zur Atmosphäre gehört: eine repräsentative Weinkarte oder eine Karte für den Anlass.
  • Einige gedruckte Exemplare auf Nachfrage für Gäste, die kein Smartphone dabeihaben oder lieber auf Papier lesen. Wenige Exemplare statt 30 senken die Druckkosten erheblich.

So investieren Sie in Massanfertigung nur dort, wo sie wirkt, und zahlen nicht für jeden geänderten Preis einen Nachdruck.

Checkliste vor der nächsten Druckbestellung

  • Wie oft haben Sie die Karte im letzten Jahr geändert, und was hat jede Änderung gekostet?
  • Stehen auf Ihren aktuellen Karten überklebte oder durchgestrichene Einträge?
  • Wie werden die Karten zwischen zwei Gästen gereinigt, und wird das in der Spitze wirklich gemacht?
  • Welche Teile Ihrer Karte ändern sich häufig, welche fast nie?
  • Brauchen Sie mehrere Sprachen, und wie viele Kartenversionen würde das gedruckt bedeuten?
  • Haben Sie mindestens zwei Offerten, und enthalten sie auch die Kosten für Anpassungen?

Fazit

Eine gedruckte Menükarte kostet nicht einmal, sondern jedes Mal, wenn sich etwas ändert. Und sie wandert jeden Tag durch viele Hände, ohne dazwischen gereinigt zu werden. Beides spricht nicht gegen eine schöne Karte an sich, aber gegen eine gedruckte Karte für Inhalte, die sich laufend ändern.

Wie Sie eine digitale Karte in wenigen Minuten einrichten, zeigt unsere Anleitung zur QR-Code Speisekarte. Welche weiteren Vorteile dazukommen, lesen Sie im Beitrag zu den Vorteilen einer digitalen Speisekarte, und wenn Ihre Gäste mehrere Sprachen sprechen, im Artikel zur mehrsprachigen Speisekarte für die Schweiz.

Jetzt kostenlos registrieren und Ihre Speisekarte digital anlegen, ohne Testphase und ohne Kreditkarte.

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